
Die Lehre ist höchste Erfüllung.
Die Lehre ist das Wasser des Lebens.
Die Lehre ist der süße Nektar, der im Zentrum des Lebens verborgen liegt.
Wer einmal von diesem Nektar gekostet hat, will nichts anderes mehr.
Der Lehrer hat von diesem Nektar gekostet – und ist mit ihm untrennbar verbunden.
Der Schüler sucht noch nach dem Nektar.
Er wähnt sich von der Lehre getrennt.
Das ist eine Illusion – denn die Lehre umfasst ihn ebenso wie den Lehrer.
Die Funktion des Lehrers ist es, den Schüler an die Lehre zu erinnern.
Der Schülers wendet sich mit seinen Fragen an den Lehrer und lässt sich von ihm den Weg zeigen.
Ohne den Lehrer findet er keine Antwort. Ohne den Lehrer findet er die Lehre nicht.
Sobald der Schüler seine untrennbare Verbindung zur Lehre erkennt, ist er kein Schüler mehr.
Dann ist er Lehrer.
Denn der Lehrer ist derjenige, der realisiert hat:
Es gibt kein Außerhalb der Lehre.
Solange der Schüler versucht, den Lehrer zu verstehen, bleibt er Schüler.
Er wird die Realisation nicht finden.
Doch wenn er aufhört, den Lehrer verstehen zu wollen,
und stattdessen seine Aufmerksamkeit hin zur Lehre richtet, auf die der Lehrer deutet,
dann erkennt er:
Er ist nicht getrennt.
Nicht vom Lehrer – und damit auch nicht von der Lehre.